Validierungskriterien

Systematische Validierungsmethode; Bewertung des Erfüllungsgrades hinsichtlich der sechs Hauptkriterien:
Strategisch/Nachhaltig, Mitwirkend/Kooperativ, Replizierbar/Übertragbar, Kontextabhängig/Lokalisiert, Einschließend/Städtische Armut lindernd/Zugänglichkeit verbessernd, Kapazitätsaufbau/Schulung/Austausch

Strategisch/Nachhaltig

  1. Ausrichtung auf den öffentlichen Bereich
    Größere oder neuerliche Betonung auf den öffentlichen Bereich und auf öffentliche Aktivitäten, wodurch soziale Einbeziehung, Zusammenhalt und Integration gefördert werden (z. B. durch Kulturprojekte, Legalisierung informeller Siedlungen und Besitzverhältnisse, Freizeiteinrichtungen, die Menschen aus unterschiedlichen Ständen zusammenbringen, öffentliche sanitäre Einrichtungen, Abwasser- und Abfallentsorgungsdienste usw.).
  2. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau
    Das Projekt richtet sich an Männer und Frauen und unterstützt Gleichberechtigung unter den Geschlechtern in der Gemeinde.
  3. Konservierung von Ressourcen
    Herstellung eines Gleichgewichts zwischen dem zehrenden und ertragbringenden Gebrauch von R essourcen, insbesondere den nicht erneuerbaren (z. B. durch Recycling). Umsichtiges Ressourcenmanagement; 'Energie, Fläche, Geld, Rohstoffe usw. als knappe Ressourcen' - für die gegenwärtige und die künftigen Generationen (d. h. revolvierende Mittel); Kosteneffizienz/ Transparenz des Managements
  4. Bereitstellung realistischer, flexibler und intelligenter Infrastrukturen
    Klarstellung und Stärkung der grundlegenden Struktur der Siedlung/Stadt un d/oder Erschaffung neuer räumlich nachhaltiger Strukturen und infrastruktureller Lösungen (einfache Erhaltung, logische Verbindungen, alternative Transportmethoden usw.). Stimulierung von Multifunktionalität auch in puncto Flächennutzung (Verdichtung, Produktivität des Landes; z. B. urbane Landwirtschaft)
  5. Nachweis deutlicher Lektionen, die im Verlauf des Projekts gelernt wurden und die eingangs erwähnten Themenbereiche betreffen.

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Mitwirkend/Kooperativ

  1. Kooperation und Koproduktivität
    Partnerschaften, die wirklich koproduktiv sind - mit geteilten Gewinnen und Verpflichtungen (z. B. trägt Mitwirkung zur Befähigung bei; ist Mittel zur Kapazitätsbildung). Die Zielsetzungen und die Leitung des Projekts sind den involvierten Gemeinden und Partnern gegenüber transparent, kommunikativ und rechenschaftspflichtig.
  2. Gleichberechtigung der Geschlechter bei der Mitwirkung
    Förderung einer gleichberechtigten Mitwirkung der Geschlechter. Erheblicher Beitrag von Frauen beim Erreichen der Projektziele.
  3. Sektorenübergreifende Partnerschaften
    Schaffung einer Interaktion zwischen formellen und informellen Sektoren - (Involvierung verschiedener Wirtschaftsinstitutionen, multidisziplinäres Projektteam) - öffentliche / private Sektoren (z. B. Kaufkraftparität). Es gibt mindestens 3 Beteiligte aus den verschiedenen Sektoren, von denen der öffentliche Sektor (Ortsregierung) einer ist.
  4. Entscheidungsfindung durch Einbeziehung
    Demokratischer Entscheidungsfindungsprozess durch die beteiligte Gemeinde / sich ständig wiederholende politische Prozesse. Förderung der Beteiligung von Gemeinden an Aktionen (z. B. Bepflanzung mit Bäumen, Müllabfuhr usw.), wobei die Kooperation nicht davor Halt macht, das derzeitige Establishment und die tatsächlichen Machtbeziehungen anzusprechen ("von oben nach unten" verglichen mit "von unten nach oben").
  5. Deutlich gelernte Lektionen aus der Partnerschaft und ein aufrichtiger Erfahrungsaustausch zwischen den involvierten Partnern.

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Replizierbar/Übertragbar

  1. Sozial anpassungsfähig
    Leicht anpassungsfähig und feinfühlig gegenüber anderen sozialen und kulturellen Kontexten und Lebensweisen. Erweiterung der Unterstützung der Öffentlichkeit vor Ort für den angewandten Ansatz über die Lokalität hinaus.
  2. Wirtschaftlich anpassungsfähig
    Anwendbarkeit der Praktik/des Verfahrens auf mehrere Wirtschaftssektoren. Auf hohe und niedrige Konjunkturlage anpassbar.
  3. Kleine ökologische Schritte / geringe Wirkung
    Replizierbarkeit urbaner Praktik, ohne den Druck auf das lokale und globale Umweltgleichgewicht zu stark zu erhöhen (z. B. die ökologische Auswirkung eines Projekts).
  4. Auf innovativen und replizierbaren Prinzipien basierend
    Realistische, machbare und evolutionäre Implementation (gut terminiert) zur Sicherstellung der Glaubwürdigkeit des Projekts und der Replizierbarkeit seiner Komponenten. Deutliche räumliche Prinzipien, die als Referenz für andere Projekte verwendet werden können.
  5. Anzeige von Defiziten, Erfolgen und gelernten Lektionen bei Versuchen, das Projekt anderswo anzuwenden. Zu Replizierungszwecken werden die Erfahrungen und Lektionen verteilt.

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Kontextabhängig/Lokalisiert

  1. Beteiligung und Befähigung der lokalen Akteure
    Vor Ort ansässige Akteure als primäre Interessengruppe (örtliche Berater, Räte, Jugendliche, Nichtregierungsorganisationen, Gemeindeorganisationen, Fachleute, Universitäten, Institutionen usw.). Auf lokalen Informationsbanken basierend, bei gleichzeitiger Profitierung durch neue Informationen. Lokale Befähigung (z. B. Gemeindeberatungsstrategien; die Ortsgemeinde hat das Gefühl, zum Projekt zu gehören)
  2. Ein Katalysator für die Stärkung der lokalen Wirtschaftsbereiche sein
    Kann von der lokalen Wirtschaft ausgeführt werden, Stärkung lokaler Unternehmen / Unternehmer (Herstellungsbetriebe, Recyclingsbetriebe und ähnliche Initiativen in der Sozialwirtschaft, Kapitalbeschaffungsmaßnahmen vor Ort usw.)
  3. Historische und natürliche Erhaltung
    Erhaltung der natürlichen ökologischen Vielfalt des Ortes. Nutzung lokaler Materialien / Ressourcen.
  4. Förderung des räumlichen Zusammenhalts
    Förderung des städtischen Zusammenhalts ohne Verwässerung der Spezifizität (Vielfalt und/oder Unterschiedlichkeit) der Stadtbewohner. Stimulierung städtischer Verknüpfungen und dichte Flächennutzung, sodass der Zersiedelung entgegengewirkt wird (Verdichtung).
  5. Erzeugung von Ortswissen und Stärkung der Ortsidentität
    Das Projekt hat das Wissen um die Lokalität und seine Menschen und Anliegen als auch unter den extern involvierten Partnern und den ortsbasierten Institutionen selbst erhöht.

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Einschließend/Städtische Armut lindernd/Zugänglichkeit verbessernd

  1. Steigerung der Verantwortlichkeiten und des Engagements unter armen Gemeinden
    Gesteigerte Verantwortlichkeiten, Vertrauen und Mitbestimmung durch die Gemeinde der minderbegünstigten Stadtbewohner / Untersuchung neuer Modelle für Mitverantwortung und dadurch Stärkung des Potenzials und der Moral armer Gruppen, Männer und Frauen (erhöhte 'Moral' und ein Gefühl der Projektzugehörigkeit).
  2. Bereitstellung von Einkommenserzielung und Arbeitsplatzsicherheit
    Hilfe bei der Erzielung von Einkommen und Arbeitsplatzmöglichkeiten. Gewährleistung der Sicherheit des Besitzes, eines Gefühls des Eigentums und der Erschwinglichkeit von Grundbesitz.
  3. Nutzung nachhaltiger kostengünstiger Lösungen
    Beschränkung der individuellen Eigentumsrechte von grundlegenden gemeinsamen und nicht erneuerbaren Ressourcen. Einsatz natürlicher Ressourcen zur Armutslinderung (z. B. Solarenergie für Häuser mit einkommensschwachen Bewohnern, Modernisierung von Armenvierteln).
  4. Verbesserung des Zugangs zu Sozialeinrichtungen und öffentlichen Ländereien
    Bereitstellung produktiver Flächen für Kleinunternehmungen (Kleinhandel) und das Überleben in der Großstadt. Bereitstellung neuer Verbindungen und Zugang zu Sozialeinrichtungen, die in der Nähe oder in benachteiligten Vierteln angesiedelt sind, wie Armenviertel oder informelle Siedlungen (oder Bau neuer Häuser für "umgesiedelte" Einwohner). Anbindung/Integration dieser Viertel an/in die Stadtstruktur (z. B. öffentlicher Verkehr, neue Buslinien)
  5. Lektionen wurden gelernt , und zwar von den Projektpartnern im Hinblick auf die eingangs aufgezeigten Themen.

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Kapazitätsaufbau/Schulung/Austausch

  1. Kapazitätsaufbau aller Beteiligten
    Die Entwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten von Gemeinden, Fachleuten, Regierungsbeamten usw. und die Stärkung sozialer Netzwerke und des sozialen Kapitals. (Fachliche Anleitung und Rückmeldungen zum Projektprozess, zu Workshops, Seminaren, Marktuntersuchungen, Gruppengesprächen, Foren, Handlungsplanungssitzungen usw.)
  2. Bewusstseinsschärfung unter den Geschlechtern
    Befähigung der Frauen durch bewusstseinsschärfende Aktivitäten
  3. Verbesserung der Wirtschaftskapazität
    (Bspw. durch Kreditvergabe, Schuldenerlass, Entwicklung von Kleinstkreditplänen usw.)
  4. Umweltangelegenheiten ansprechen Bewusstseinsschärfung und Motivierung zur Generalisierung von Umweltangelegenheiten (z. B. Workshops, Bildung & Schulung bzgl. städtebaulichen Fertigkeiten usw.). Erhaltung und Verbesserung der 'räumlichen und wirtschaftlichen Kapazität' über kurze und lange Sicht (z. B. Landschaftsqualität, Flächenrückstellungen usw.)
  5. Aufzeigen von innovativen und erfolgreichen Methoden zum Transfer von Wissen und Baukapazität (Meetings auf Gemeindeebene, Einsatz von Drama und Theater zur Übermittlung der Botschaft, Sensibilisierungskampagnen usw.).

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